Es muss wohl eine der ersten Entscheidungen von Schwester M. Emilie Engel als Provinzoberin gewesen sein, in Bickendorf (Eifel) eine Schwesternfiliale zu errichten. Eine segensreiche Entscheidung, wie der folgende Bericht es deutlich werden lässt.

„Das wird ein leuchtendes Fest für Sie!“, schrieb eine Bickendorferin eine Whatsapp nach Ludwigshafen. Dazu schickte sie ein Bild vom Bildstock am Hohlweg in Bickendorf mit.

Genau so sollte es werden. Nach ganz viel Engagement von Ehrenamtlichen war im vergangenen Jahr in Bickendorf der Bildstock renoviert und der Platz mit viel Leidenschaft und schweren Maschinen von Hermann W. und Josef K. hergerichtet worden. Eine Mauer aus schweren Wackersteinen wurde errichtet. Peter H. aus Brecht renovierte das Holz des Bildstocks und musste es teilweise erneuern, Ester und Hardy D. verschönerten es mit Goldmosaiksteinchen, einem neuen wasserdichten Dach und brachten eine neue Dankestafel an. Ein Hinweisschild mit der Geschichte des Bildstocks fand einen Platz und erzählt von der ersten Errichtung im Jahr 1974 durch die Schönstätter Marienschwestern.

Als der Kindergarten erweitert wurde, fand der Bildstock  einen neuen Platz am Hohlweg und wurde von Gertrud Kl. bis zu ihrem Tod gepflegt.

Dann verwitterte er, bis er vor zwei Jahren aus Dankbarkeit gegenüber der MTA von Schönstatt neue Aufmerksamkeit erfuhr und die Renovierung in Angriff genommen wurde.

 

Zwei ehemalige Pfarrer von Bickendorf begleiteten die Feier der erneuten Einsegnung. Pfr. Kerber i.R. ließ es sich nicht nehmen, die Prozession zu begleiten und die Segnung vorzu-nehmen.
Auch Pfr. Clemens Schuler i.R., 92 Jahre, war dabei. Er kam aus Trier und freute sich eine Schönstätter Marienschwester als ehemaliges Pfarrkind begrüßen zu dürfen. In der Feier wies Schw. Theres-Marie darauf hin, wie die Gottesmutter von Schönstatt für die Menschen wirkt: sie schenkt ihnen Heimat in ihrem Herzen, sie hilft uns, ein besserer Mensch zu werden und sie lädt ein, den Glauben authentisch weiterzugeben.

Von 1946 bis 1977 waren Marienschwestern in der Pfarrei in verschiedenen Aufgaben tätig. Eine Frau aus Ließem erinnerte sich dankbar an Schw. M. K., die viele Jahre Kranken-schwester in der Pfarrei war und sogar nachts kam, wenn sie gerufen wurde. Eine andere Frau erinnerte sich, dass sie bei den Schwestern im Kindergarten gewesen ist.

Die Feier am Bildstock wurde musikalisch von einem Projektchor gestaltet. Unter anderem sang der Chor „Licht in dir geborgen“, „Here I am, Lord“ und das Wallfahrtslied „Breit um uns deinen Mantel…“. Mit einem ukrainisch/deutschen Gebet wurde an die 20 Personen erinnert, die im Dorf aus der Ukraine aufgenommen sind. Und es wurde gedankt, dass bis jetzt niemand aus dem Ort der Pandemie zum Opfer gefallen ist.
„Es kam gut an, dass wir Maria als Ansprechpartnerin anrufen können“, meinte eine Teil-nehmerin.
Pfr. Kerber stellte die Segnung des Bildstocks in die aktuelle Situation der Kirche und Welt und verwies auf Maria als Vorbild des Glaubens.
Am Ende der Feier konnten alle Anwesenden zum Andenken ein Bild der MTA mit Gebeten mitnehmen. Eine Frau erbat sich 17 MTA-Gebetsbildchen, um sie beim Kranken-Kommuniondienst in drei Ortschaften weiter zu geben.

Alle wurden nach der Einsegnung eingeladen, in einer schön hergerichteten Scheune sich bei Kaffee und Kuchen zu treffen und denen zu danken, die sich besonders für den Bildstock engagiert haben – mit einer Flasche echtem Eifler Schnaps!
Die Menschen waren angetan von der schönen Feier und freuten sich sehr, dass das Bild-stöckchen in Bickendorf Bestand hat. Es ergaben sich gute Glaubensgespräche, auch über Erfahrungen mit dem Gott des Lebens im täglichen Alltag.

Pfr. Schuler ist begeistert von dem Buch über Pater Kentenich von Dorothea Schlickmann mit dem Titel „Josef Kentenich – Ein Leben am Rande des Vulkans“. „So schnell habe ich noch nie ein Buch gelesen! Das müssten viel mehr Menschen erfahren, was da geschrieben steht.“ „Das müssen viele lesen!“, war sein Kommentar.

Der Pressevertreter aus dem Ort ist viele Jahre bei den Wallfahrten nach Schönstatt dabei gewesen. Er hat sich entschlossen, im kommenden Jahr wieder eine Wallfahrt mit zu orga-nisieren. Ein Echo: Es hat den Teilnehmern insgesamt einfach gut getan.
Die Schwestern sind seit 1977 leider nicht mehr in der Pfarrei tätig, dennoch zeigt sich, das Schwester M. Emilie damals die richtige Entscheidung getroffen hat: Die Liebe zur MTA von Schönstatt ist tief in den Herzen der Menschen verwurzelt.

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