Emilie Engel · Biografie

1893-1955

Das Leben von Emilie Engel gibt Zeugnis von einem Weg hin zu einem tiefen Vertrauen auf die Liebe Gottes zu jedem Menschen. In vielen inneren und äußeren Problemen reift Emilie Engel zu einer Persönlichkeit, der die Menschen auch heute noch vertrauen. 

© Schönstätter Marienschwestern

Schönstätter Marienschwester

Wer ist diese Frau? 

1893 geboren, wuchs sie in der Gemeinde Husten im Sauerland auf. Ihre Eltern legten das Fundament für einen soliden Glauben, für echte Gottes- und Menschenliebe. Schon in jungen Jahren plagten sie Vorstellungen von Gott als einem strengen Richter, wie er in der damaligen Zeit gekündet wurde. Die Sorge, Gottes Willen nicht vollkommen erfüllen zu können, traf bei ihr auf ein übersensibles Gewissen, das sie ängstigte. 

Als engagierte Lehrerin in einem sozialen Brennpunkt im Ruhrgebiet widmete sie sich neben ihrem Beruf den Armen und Notleidenden. 1921 schloss sie sich Schönstatt an. Im Liebesbündnis mit Maria  und unter der Führung von Pater Josef Kentenich wuchs sie in eine neue geistige Welt hinein. Ihr Bild von Gott wurde korrigiert und ergänzt durch das eines barmherzigen Vaters. Allmählich wurde sie von innerer Not und Angst befreit.  

1926 wurde sie eine der Mitgründerinnen der von Pater Josef Kentenich gegründeten Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern. Schon als junge Schwester bot sie Gott ihr Leben an mit der Bereitschaft, alle Leiden zu tragen, damit die neue Gemeinschaft der Kirche Heilige schenken möge (vgl. Joh 12,24). Gott ging auf diese Weihe und Bereitschaft ein, denn schon 1935 beeinträchtigte eine Lungentuberkulose-Erkrankung ihren aktiven Einsatz. 

Die Jahre ihrer Krankheit wurden für sie eine Zeit, in der sie immer klarer Gottes Liebe und weise Führung entdeckte. Sie wagte den Sprung in die Arme Gottes und sprach ihr „Ja, Vater“ zu ihrem Leidensweg und zu einer ungewissen Zukunft. Frei von sich selbst konnte sie sich anderen Menschen mit innerer Ruhe zuwenden, ihnen raten, sie trösten, ermutigen und stärken. 

Die Überzeugung, dass Gott die Liebe und Güte ist und immer weiß, was für uns gut ist, schenkte ihr trotz wachsender Hilflosigkeit eine große Ausstrahlung.

Am 20. November 1955 verstarb Emilie Engel in Haus Providentia in Koblenz-Metternich. Gott  nahm das  Opfer ihres Lebens an. 

Das Leben von Emilie Engel ist für viele Menschen eine Ermutigung geworden, sich in allen Sorgen und Nöten ihr anzuvertrauen und wie sie den Sprung zum „Ja, Vater!“ zum Willen Gottes  zu wagen. 

Nach Durchführung des Seligsprechungsprozesses wurde mit Dekret der Heiligsprechungskongregation vom 10.05.2012 der heroische Tugendgrad der Dienerin Schwester M. Emilie Engel festgestellt.

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