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Die kleine Kapelle in Wenkhausen ist eine nicht zu übersehende Spur im Leben von Schwester M. Emilie Engel. Als sie im Umkreis ihres 50. Geburtstages auf ihr Leben zurückschaut, macht sie sich bewusst, dass in dieser kleinen Kapelle vermutlich ihre erste Weihe an die Gottesmutter getätigt wurde. Freilich hat sie nicht selbst sie getätigt, da sie noch im Mutterschoß war. Aber eine Erkenntnis macht sie ganz glücklich, die sie in ihren Notizen festhält:
„6. Februar 1943. Heute wurde ich fünfzig Jahre alt. Soll ich aus der Überfülle meiner Gedanken und Empfindungen etwas niederschreiben? Wie arm und schwach sind doch menschliche Worte, zumal die meinen. Und doch möchte ich schreiben, um für mich selber das heute und in diesen Tagen Erlebte festzuhalten.“
Die Biografie „Mein Ja bleibt“ beschreibt es so: „Von heute an will sie in der nächsten Zeit an jedem Tag Rückschau halten und für ein Jahr ihres Lebens danken. Ein halbes Jahrhundert an Lebensjahren sind einige Notizen wert. Emilies Gedanken wandern zurück in ihre Kindheit und Jugend. Sie erinnert sich: Ihre Mutter hatte die Gewohnheit, jedes Jahr im Oktober zur Muttergotteskapelle nach Wenkhausen zu pilgern. Emilie überlegt: Wenn ihr Geburtstag im Februar ist, hat die Mutter sicher auch sie, das vierte Kind, das sie erwartete, unter den besonderen Schutz der Mutter Maria gestellt. Eine beglückende Entdeckung, schon am Anfang ihres Lebens begegnet sie der Gottesmutter, die später so entscheidend ihren Lebensweg prägen wird.“ [1]
[1] Margaretha Wolff, Mein Ja bleibt, S. 15f
Eine berührende Erkenntnis, die uns anregen kann, ins eigene Leben zu schauen: Wann habe ich mich der Gottesmutter zum ersten Mal geweiht?
Die Kapelle in Wenkhausen ist der Gottesmutter als „Jungfrau Maria vom Rosenkranz“ geweiht. Es ist eine spätbarocke Kapelle, die 1768 auf einer Anhöhe im Ortsteil von Drolshagen errichtet wurde.
Fortsetzung folgt
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